Kulturgießerei Schöneiche KuGi_HP
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"Thea" Aus den Tagebüchern einer Schöneicherin


Buchpremiere

Lesung
Sonntag 12.01.2020
Einlass: 15:00 Uhr
Start: 16:00 Uhr

Buchpremiere und Szenische Lesung

Thea Tagebuch

Die 18-Jährige Thea findet im Herbst 1944 eine Anstellung als Gutssekretärin auf dem ehemaligen Rittergut der Familie Lemke in Protzen, nordwestlich von Berlin. Als Anfang des Jahres 1945 die Flüchtlingsmassen vom Osten her anrollen, Gerüchte und Zweifel über den Ausgang des Krieges sich verdichten, beginnt in ihr ein Prozess der Erkenntnis. Von Westen her dröhnen die Flugzeuge der Alliierten in Richtung Berlin. Von Osten rückt die Rote Armee näher. Sie fürchtet um ihre Lieben, Haus und Garten in Schöneiche. Der Aufruf zum Volkssturm löst in ihr Entsetzen und Grauen aus und sie beginnt zu begreifen, welch ungeheuerlichem Wahnsinn das deutsche Volk gefolgt ist.

Thea geht mit der Familie Lemke auf den Treck. Doch die Flucht ist zu spät erfolgt, die Rote Armee steht bereits vor Wittenberge. Der Weg nach Westen ist versperrt. Man kehrt zurück nach Protzen, wo die Rote Armee bereits einmarschiert ist. Das Gutshaus ist vollständig geplündert. Thea macht sich auf den Weg nach Hause. Zu Fuss durchquert sie die zerstörte Stadt Berlin, trifft Menschen, die sie ein Stück des Weges begleiten, gerät in gefährliche Situationen und kommt schliesslich, völlig erschöpft, in Schöneiche an.

Das Besondere an Theas Aufzeichnungen ist ihre Unmittelbarkeit. Das ist augenblicklich erlebt, nichts ist durch den Filter der Erinnerung gegangen. Naivität und mädchenhafter Schwärmerei einerseits, aber auch präzise, fast journalistische Beschreibungen des Geschehens.

Ein authentisches Zeitdokument, ausgewählt und grafisch gestaltet von Christa Unzner, und in einen Dialog zwischen Mutter und Tochter in Szene gesetzt, mit Annette Baeder und der professionellen Unterstützung von Jens Finke.